Weihnachtsmärkte

Reise-Tipps rund um winterlichen Budenzauber und stimmungsvolles Adventstreiben anno 2018

Advents-, Weihnachts- und Christkindlmärkte haben ihren festen Platz im jährlichen Terminkalender von Busunternehmern und Gruppenreisen-Anbietern, denn wo der Glühwein dampft und die Bratwurst duftet, da klingelt auch die Kasse. Nicht nur in den Buden, auch bei den Anbietern von passenden Tagesfahrten oder Kurztrips – und das längst nicht nur an den klassischen Adventswochenenden. Denn die Märkte sind längst mehr als nur ein heimeliges Ausflugsziel, wo man frühmorgens hin- und spätabends wieder zurückfährt. Gastgeber wie Destinationen haben erkannt, dass ein Plus an Attraktionen und Angeboten auch ein Plus an Verweildauer bedeutet – und gerade im Gruppengeschäft zum Jahresende für alle eine echte Win-Win-Situation darstellt. Dabei lohnt es sich, nicht nur mit Markthistorie und Traditionen zu locken, sondern auch ganz praktische Bus-Pluspunkte zu bewerben , wie etwa dem Hinweis auf den Glühwein-Genuss ohne Reue oder den großen Buskofferraum für allerlei Weihnachtseinkäufe!

 


Vormerken: „Van Gogh und Deutschland“

Frankfurt. Den Ausgangspunkt der Ausstellung „Van Gogh und Deutschland“, die das Städelmuseum vom 23.
Oktober 2019 bis 16. Februar 2020 zeigen wird, bildet eine Auswahl an Hauptwerken des holländischen Malers, die in einem Dialog mit Bildern deutscher Avantgardisten gezeigt werden. Erstmals nimmt eine Schau dabei das Werk van Goghs im Kontext einer deutschen Rezeption in den Blick – spielte Deutschland doch für die Erfolgsgeschichte des Holländers eine zentrale Rolle!

 

Früher als in anderen Ländern wurde der Künstler hier nämlich durch das Engagement von Galeristen, Kritikern und Museumsdirektoren schon knapp 15 Jahre nach seinem Tod als einer der bedeutendsten Vorreiter der modernen Malerei wahrgenommen. Neben bekannten Beispielen von Ernst Ludwig Kirchner, Erich Heckel, Karl Schmidt-Rottluff, Paula Modersohn-Becker, Gabriele Münter oder Max Beckmann werden dabei auch wiederzuentdeckende Positionen präsentiert, für die van Gogh ebenso prägend war. So etwa Peter
August Böckstiegel, Maria Slavona oder Heinrich Nauen.

 

Im Zentrum steht jedoch das Anliegen, einen Beitrag zum Verständnis der deutschen Kunstentwicklung zu Beginn des 20. Jahrhunderts zu liefern – und dabei Vincent van Goghs Rolle als Schlüsselfigur für die Kunst des deutschen Expressionismus aufzuzeigen.

 

Tipp: Wer Gruppen-Tickets und Führungen für diese Schau bereits bis zum 31. Dezember dieses Jahres bucht, sichert sich einen attraktiven Frühbucherrabatt von 15 Prozent! www.staedelmuseum.de


Auf den Spuren von Wilhelm Busch

Wiedensahl. In einem Marktflecken mitten im Schaumburger Land steht die Wiege von Max & Moritz – und ihres kreativen Schöpfers. Denn der kleine Ort ist und lebt Wilhelm Busch: Der große Zeichner, Maler und Dichter – vielen eben vor allem als Schöpfer der beiden Lausbuben, von Witwe Bolte, Lehrer Lämpel & Co. bekannt, dabei schuf er noch vieles andere mehr – lebte mehr als 40 Jahre in seinem Heimatort.

 

Das Wilhelm-Busch-Geburtshaus, ein niedersächsisches Fachwerkhaus aus dem 18. Jahrhundert, ist heute ein liebevoll gestaltetes Museum mit vielen kleinen Szenen und Details (so arbeitet etwa Witwe Bolte im Keller), wo derzeit im Obergeschoss die amüsant-lehrreiche Sonderausstellung „Wilhelm Busch und die Medizin“ zu sehen ist (noch bis 20.01.2019). Die ständige Ausstellung zeigt Beispiele seines umfassenden Bildergeschichtenwerks sowie Zeugnisse seiner Malerleidenschaft und allerlei Briefe und Andenken. Nur ein paar Schritte die Dorfstraße hinunter kann man ergänzend im „Museum im Alten Pfarrhaus“, bei

Vor dem Alten Pfarrhaus von Wiedensahl steht das Wilhelm-Busch-Denkmal (Foto: Sonja Sahmer)

dem auch sein Denkmal steht, eine weitere Wohnstätte von ihm besichtigen.

 

Gruppenrabatt ab zehn Personen, Führungen sind im Museum und durchs Dorf möglich (kleine Pauschalen). www.wilhelm-busch-geburtshaus.de



Ost trifft West: Art déco-Kostbarkeiten

Pforzheim. Die gegenseitige Faszination zwischen Orient und Okzident hat seit der Antike immer neue Kunstformen hervorgebracht. Exotische Ornamentik ließen sich zum Beispiel trefflich mit dem Wunsch nach dekorativem und außergewöhnlichem Luxus in der Zeit des Art déco verbinden. Ebenso waren die 1920er-Jahre durch technologischen Fortschritt und rasante Veränderungen in der Gesellschaft gekennzeichnet. Beides spiegelte sich in der (Schmuck-) Kunst jener Zeit wider, indem überbordende Motive und Farbigkeit in klare Formen und kühle Materialien gebracht wurden. Die Nécessaires, Zigarettenetuis und Uhren der Sammlung des Prinzen und der Prinzessin Sadruddin Aga Khan zeugen davon. Noch bis 6. Januar 2019 sind sie nun im Schmuckmuseum Pforzheim zu sehen.

 

Die Sammlung nahm ihren Anfang, als Prinz Sadruddin seiner Frau an Heiligabend 1972 eine Zierdose von Cartier schenkte: Daraus erwuchs mit 116 Stücken die größte Einzelsammlung an Etuis und Uhren des Art déco.

Schminketui Zypresse aus Email, Gold, Diamanten, Onyx u.a.m.; Cleef & Arpels/Paris bzw. Alfred Langlois, 1928 (Foto: Schmuckmuseum Pforzheim/Doug Rosa)

Für Gruppen ab zehn Personen ist der Eintrittspreis ermäßigt; für Führungen (à 60 oder 90 Minuten) wird eine Gebühr on top berechnet. www.schmuckmuseum.de